Tag-Archiv für '2014'

Soli-Aktion für Marina in Hamburg

Soli-Aktion für Marina in Hamburg
Soli-Aktion für Marina, Hamburg 29.11.2014
Bei einer Kurdistan-Demonstration in Hamburg am 29.11.2014 gegen das PKK-Verbot machten Freunde und Freundinnen des Baskenlands auch auf baskische Gefangene aufmerksam. Auf Transparenten forderten sie unter anderem, dass der kürzlich in Deutschland festgenommene baskische Aktivist Tomas nicht aus Deutschland ausgeliefert wird.
Außerdem wurde die Freiheit von Marina Bernadó gefordert, deren Prozess in Paris wegen angeblicher ETA-Mitgliedschaft im November begann. Marina war jahrelang politische Aktivistin der sozialen Bewegung in Barcelona. Nachdem sie sich nach einer Repressionswelle der Festnahme entziehen konnte wurde sie Ende 2006 in Frankreich festgenommen. Tomas wurde auf Anfrage spanischer Behörden in Deutschland festgenommen, Angehörige befürchten, dass er erneut gefoltert werden könnte, falls er nach Frankreich oder Spanien ausgeliefert werden würde.

Soli-Aktion für Marina in Hamburg

Freiheit für Tomas!

Schluss mit Folter und strafverschärfenden Sondergesetzen für baskische politische Gefangene! Für eine politische Lösung des Konflikts im Baskenland!
Am 31. Oktober 2014 wurde in Mannheim Tomas Elgorriaga Kunze verhaftet. Ihm droht die Auslieferung an Frankreich. Der 1963 geborene Baske lebte bis zu seiner Verhaftung in Freiburg und arbeitete an der dortigen Universität. Er ist einer der vielen baskischen Flüchtlinge, die wegen des Konflikts zwischen dem Baskenland und den beiden Staaten Spanien und Frankreich das Baskenland verlassen mussten. (mehr…)

Zahlreiche Soli-Aktionen für Marina

Zahlreiche Soli-Aktionen für Marina - Freiheit für die politischen GefangenenIm Novenber 2014 begann in Paris ein zweiter Prozess gegen Marina Bernadó wegen ihrer Mitgliedschaft in der baskischen ETA.
Gemeinsam mit sechs Gefährten wird vor einem Kriminalgericht verhandelt. Den insgesamt sieben Personen wird vorgeworfen, einem „Logistikkommando“ der ETA angehört zu haben, unter anderem sollen sie Waffen gestohlen haben.

In Katalonien, dem Baskenland sowie in Spanien und in Frankreich (auf dem Fotooben in Paris) gab es zahlreiche Solidaritäts-Aktionen für Marina, weitere Bilder hier.

Zahlreiche Soli-Aktionen für Marina - Freiheit für die politischen Gefangenen

Interview mit Arnaldo Otegi als Buch

Neuer Interviewband zum Konflikt im BaskenlandDie baskische Linke ist eine der stärksten linken Bewegungen in Europa. Arnaldo Otegi ist einer ihrer politischen Vordenker. Auf sein Drängen hin beschloss die baskische linke Unabhängigkeitsbewegung einen wichtigen Strategiewechsel, um den Kreislauf aus scheiternden Verhandlungen und eskalierender Gewalt zu durchbrechen.

Die neue Strategie erzeugte in den vergangenen vier Jahren eine Dynamik von Aufbruch und Veränderung. Lichtblicke, die Arnaldo Otegi aus dem Gefängnis von Logroño heraus begleitet. Für sein politisches Engagement wurde er zu einer skandalösen Haftstrafe verurteilt. (mehr…)

„Für uns war Spaniens Demokratisierung eine Farce“

Neuer Interviewband zum Konflikt im BaskenlandDie Reportage, die in der TAZ nicht erscheinen durfte.
2011 wurde der Generalsekretär der baskischen Linkspartei SORTU Arnaldo Otegi gemeinsam mit vier weiteren Aktivist_innen zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Otegi und seinen Mitstreiter_innen wurde vorgeworfen, mit ihrer Arbeit die politischen Ziele der ETA zu propagieren. Tatsächlich hatten Otegi und die anderen Verurteilten die ETA mit der Gründung SORTUs zum definitiven Gewaltverzicht gezwungen.

Ein Text über einen Gefängnisbesuch mit der Familie Otegis und das Ausmaß politischer Justiz in Spanien.

Die spanischen Inlandsautobahnen kennt Julia Arregi im Schlaf. Wenn sich die 54jährige Kauffrau aus dem baskischen Elgoibar beim Autofahren mit ihren Kindern Hodei, 31, und Garazi, 18, unterhält, muss sie nicht auf Schilder oder Abfahrten achten. Zweimal im Monat fährt sie 300 km, um ihren Mann zu sehen – für 90 Minuten. „Aber wir haben großes Glück“, schiebt sie hinterher, als wäre ihr die Aufmerksamkeit für ihren Fall unangenehm. „Die meisten Familien müssen 1000 oder 2000 km fahren … Als Arnaldo in Ciudad Real in der Extremadura saß, war alles viel schlimmer. Wir waren ein ganzes Wochenende unterwegs. Außerdem waren die Bedingungen für ihn härter. Er war 23 Stunden am Tag in der Zelle isoliert … Verglichen damit sind wir heute Privilegierte.“ (mehr…)




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