Marina BernadóMarina Bernadó war jahrelang politische Aktivistin der sozialen Bewegungen in Barcelona, darunter in der Hausbesetzerbewegung sowie in der linken katalanischen Unabhängigkeitsbewegung. Sie pflegte engen Kontakt zum besetzten Zentrum Kasa de la Muntanya im Stadtteil Gràcia.

Kasa de la MuntanyaIn den Jahren Jahr 2000 und 2001 kam es zu einer Repressionswelle gegen AktivistInnen in Barcelona wegen Unterstützung der baskischen Organisation ETA. Innerhalb mehrerer Monate wurden rund ein Dutzend vermeintliche UnterstützerInnen eines Kommandos der ETA in Barcelona und Umgebung festgenommen. Einige junge Männer und Frauen wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, andere ohne Anklage freigelassen und wieder andere konnten sich der Festnahme entziehen und untertauchen – darunter auch Marina [mehr zu der damaligen Repressionswelle gibt es hier].

In der gleichen Zeit konnte sich ebenso der Aktivist Juanra aus Barcelona absetzten. Juanra, Antifa-Aktivist, Hausbesetzer und Sänger der Band KOP, wurde gesucht, weil er einem ETA-Kontaktmann den Namen eines Spanischen Neonazi gegeben haben soll und somit der ETA potentielle Anschlagsopfer genannt haben soll [mehr Hintergrundinfos hier]. Juanra wurde 2002 in Holland festgenommen, später nach Spanien ausgeliefert, wo er im Mai 2007 freigelassen wurde [Info zur Freilassung hier].

Empfang Juanra

Über fünf Jahre konnte sich Marina dem Zugriff der Polizei entziehen, bis sie im Herbst 2006 in Frankreich festgenommen wurde [Info zur Festnahme]. Seitdem sitzt sie in Frankreichs größtem Frauenknast in Paris mit mehreren baskischen Gefangnen. In Frankreich wird ihr unter anderem Mitgliedschaft in der baskischen Organisation ETA vorgeworfen und es droht ihr eine mehrjährige Gefängnisstrafe. Im Sommer 2008 wurde ein Verfahren gegen Marina und weitere 16 Baskinnen und Basken eröffnet.

Free Marina




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